Piercingknubbel oder Keloid? So erkennen Sie den Unterschied
Ein Piercingknubbel muss nicht gleich ein Keloid sein.
Wenn sich neben einem Piercing ein Knubbel bildet, geraten viele Menschen in Panik und fragen sich sofort: "Ist das ein Keloid?"
Die gute Nachricht ist: In den meisten Fällen handelt es sich nicht um ein echtes Keloid. Viel häufiger ist der Knubbel eine gereizte Gewebereaktion, die während der Heilung des Piercings entsteht.
Gerade die Verwechslung eines gewöhnlichen Piercingknubbels mit einem Keloid gehört zu den häufigsten Irrtümern bei der Pflege eines Piercings.
Was ist ein gewöhnlicher Piercingknubbel?
Ein Piercingknubbel entsteht als Reaktion der Haut auf eine länger anhaltende Reizung. Er kann unter anderem bei folgenden Piercings auftreten:
Nostril-Piercing,
Helix-Piercing,
Tragus-Piercing,
Conch-Piercing,
Septum-Piercing,
Bauchnabelpiercing.
Die häufigsten Ursachen
Hängenbleiben des Piercings an Kleidung oder Handtüchern,
häufiges Berühren des Piercings,
Schlafen auf dem Piercing,
ungeeigneter Piercingschmuck,
zu aggressive Pflege,
anhaltende mechanische Reizung.
Ein Piercingknubbel ist meist weich oder leicht verhärtet, häufig gerötet und befindet sich direkt am Einstichkanal oder unmittelbar neben dem Piercingschmuck.
Was ist ein Keloid?
Ein Keloid ist eine besondere Form einer Narbe.
Es entsteht, wenn der Körper übermäßig viel Narbengewebe bildet. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Piercingknubbel wächst ein Keloid mit der Zeit weiter und breitet sich häufig über die ursprüngliche Einstichstelle hinaus aus.
Typische Merkmale eines Keloids
harte Konsistenz,
glatte und glänzende Oberfläche,
wächst mit der Zeit weiter,
reicht über den Bereich des Piercings hinaus,
verschwindet nicht durch die übliche Piercingpflege.
Echte Keloide sind vergleichsweise selten.
Woran erkennt man den Unterschied zwischen einem Piercingknubbel und einem Keloid?
Wahrscheinlich handelt es sich um einen Piercingknubbel, wenn:
✅ der Knubbel während der Heilungsphase entstanden ist,
✅ er sich direkt am Piercing oder neben dem Schmuck befindet,
✅ seine Größe sich gelegentlich verändert,
✅ er auf eine sanfte Pflege anspricht,
✅ er nach einer Reizung des Piercings aufgetreten ist.
Wahrscheinlich handelt es sich um ein Keloid, wenn:
✅ es mit der Zeit kontinuierlich größer wird,
✅ es sich sehr hart anfühlt,
✅ es über den Bereich des Piercings hinauswächst,
✅ es sich auch nach längerer Zeit nicht verbessert,
✅ Sie auch an anderen Körperstellen zu Keloidnarben neigen.
Was tun, wenn ein Piercingknubbel entsteht?
Das Wichtigste ist, die Ursache der Reizung zu beseitigen.
Empfohlen wird:
das Piercing möglichst wenig zu berühren,
nicht auf dem Piercing zu schlafen,
auf aggressive Desinfektionsmittel zu verzichten,
den Piercingschmuck nicht unnötig zu drehen,
auf eine sanfte und regelmäßige Piercingpflege zu achten.
Viele machen den Fehler, den Piercingknubbel aufzustechen oder mit alkoholhaltigen Produkten auszutrocknen. Dadurch kann sich die Reizung verstärken und der Heilungsprozess verzögern.
Wie kann die richtige Pflege helfen?
Nostril-Piercings,
Helix-Piercings,
Tragus-Piercings,
Conch-Piercings,
Septum-Piercings,
Labret-Piercings,
Bauchnabelpiercings.
Gereizte Haut rund um das Piercing braucht vor allem Ruhe und eine schonende Pflege.
Genau dafür wurde das TM Piercing Bump Gel entwickelt. Es wurde speziell für die tägliche Pflege gereizter und empfindlicher Haut rund um das Piercing entwickelt.
Die leichte Gel-Textur lässt sich gezielt auf die betroffene Stelle auftragen und eignet sich unter anderem für:
Wann sollten Sie einen Piercer aufsuchen?
Wenn sich der Zustand über einen längeren Zeitraum verschlechtert, starke Schwellungen, starke Schmerzen oder ungewöhnliche Absonderungen auftreten, sollten Sie einen erfahrenen Piercer aufsuchen.
Je früher die Ursache der Reizung erkannt und beseitigt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die betroffene Stelle schnell wieder beruhigt.
Häufig gestellte Fragen
Ist jeder Piercingknubbel ein Keloid?
Nein. In den meisten Fällen handelt es sich lediglich um gereiztes Gewebe, das während der Heilung des Piercings entsteht.
Kann ein Piercingknubbel von selbst verschwinden?
Ja. Wird die Ursache der Reizung beseitigt und das Piercing richtig gepflegt, kann sich der Piercingknubbel nach und nach zurückbilden.
Wie lange dauert es, bis ein Piercingknubbel abheilt?
Das hängt von der Art des Piercings und dem Ausmaß der Reizung ab. Bei manchen Menschen verbessert sich der Zustand bereits nach wenigen Tagen, bei anderen kann der Heilungsprozess mehrere Wochen dauern.